Montag, 1. Oktober 2018

September Days 2018 / 1



Connemara Diary September 2018

Ankunft  Dublin 27.8.18
 

Im Bus, der uns zum Mietwagen bringt, läuft im Radio:
"Love don't live here anymore...Just a vacancy...only memories...you don't live here anymore...."


Prolog:
Wir beginnen diese Reise nach 2 Jahren wieder mit einem „Besuch bei Florian“. Diesmal verspüre ich den dringenden Wunsch, zum Grosvenor Square zu fahren und die Abwesenheit von Kevin, von der wir inzwischen überzeugt sind, hat ihre Wichtigkeit verloren. Warum er uns nicht informiert hat, verstehen wir nicht, aber nun erscheint es auch nicht mehr so wichtig. Es ist wieder einer dieser „Verluste“, die wir hinnehmen müssen.

Ich rufe Tom, den Landlord,  von unterwegs an und schicke ihm eine sms mit der Bitte, uns vor der Nr. 40 zu treffen, damit er uns die Tür öffnet und wir kurz mit einander sprechen können. Es klappt,, wir werden erwartet, als wir ankommen. Es ist ein herzlicher Empfang und unsere Vermutung wird bestätigt. Kevin ist „irgendwo in den Süden Irlands“ gezogen und die Bemerkung, „… it was about time for him to change ..  läßt Interpretationen zu.
Die Tür ist nicht gestrichen, seit wir kommen und hätte etwas Farbe nötig, Das Schild fehlt ebenfalls noch immer und als wir die Eingangshalle betreten, schaut Florian uns vom Foto, das unter dem Spiegelrand befestigt ist, entgegen. Es ist gut, dass es dort noch hängt, denn sein Fehlen wäre eine weitaus größere Enttäuschung gewesen. 



Ich habe einen kleinen Leuchtturm und Blumen aus dem Garten mitgebracht. Auf einer Karte erzähle ich ein wenig über das Geschehene für die im Haus, die es lesen wollen und Florian „noch nicht kennen“.
Still sitzen wir auf den Stufen und auch nach so vielen Jahren und vielen Besuchen an diesem Ort, bleibt das hier Geschehene nicht fassbar und heute fehlen mir sogar die Tränen.  Ein stummer Dialog mit Florian und ein Abschied auf unbekannte Zeit. Ich hinterlasse am Rahmen des Spiegels ein kleines Geschenk:  Lichtpunkt hat die Freundin, die es mir mitgab, diesen roten Stein genannt.  Irgendwie schien er mir hier am passendsten.





Wir entdecken in Rathmines ein neues Café und überlegen, ob Florian wohl noch in dieser Gegend leben würde. Wohl eher nicht, aber wenn, dann würde es ihm an diesem Ort gefallen.
Immer gehen mir diese Gedanken hier in Dublin durch den Kopf. Was wäre aus seinem LEBEN geworden, hätte er es nicht an den Tod verloren…Es sind schmerzliche Gedanken und schemenhafte Bilder, die ich verdränge.

Es zieht mich weg aus Dublin – Richtung neuer Heimat in Connemara!




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