Reise-, Erlebnis-, Gedanken- und Herz-Tagebuch einiger Irland-Urlaube und ein happy-end, wie wir es uns nie schöner hätten erträumen können: das School House in Connemara - a home in Ireland :)
John O'Donohue's life cannot
be encompassed within the one act of birth, life and death. He was not a finite
act that existed and is now lost for evermore. He is just a story that is
written, spoken and lives amongst us. Just as we are and continue to be. His
themes of echo as the response of continuity, imagination as the ability to
still see the mountain behind the mist, and absence as the transformed presence
of the vanished, awaken our thinking and provide food for our spiritual journey
in an increasingly hungry world.
Why make so much of fragmentary blue In here and there a bird, or butterfly, Or flower, or wearing-stone, or open eye, When heaven presents in sheets the solid hue?
Since earth is earth, perhaps, not heaven (as yet)- Though some savants make earth include the sky; And blue so far above us comes so high, It only gives our wish for blue a whet.
"On the day when the weight deadens on your shoulders and you stumble, may the clay dance to balance you. And when your eyes freeze behind the grey window and the ghost of loss gets in to you, may a flock of colours, indigo, red, green, and azure blue come to awaken in you a meadow of delight.
When the canvas frays in the currach of thought and a stain of ocean blackens beneath you, may there come across the waters a path of yellow moonlight to bring you safely home.
May the nourishment of the earth be yours, may the clarity of light be yours, may the fluency of the ocean be yours, may the protection of the ancestors be yours. And so may a slow wind work these words of love around you, an invisible cloak to mind your life.”
¨Wie
riecht frischer Regen? Ich blicke hinauf in den Himmel, diesen Himmel, der sich
unablässig verändert, der tausend Farben kennt, und suche nach Worten. Frischer
Regen riecht schwer. Er duftet nach Leben, nach Lachen. Nach Freiheit? Ich
schließe die Augen. Spüre: Verbundenheit. Einssein. Und etwas Wildes, Raues.
Eine Kraft, die sich tief in meinem Inneren regt: Ja, Freiheit¨...
Er
begleitet uns diesmal und wir haben uns an ihn gewöhnt. Wir richten unser Leben
nach ihm aus. Das ist weniger anstrengend....
Nun
sind sie da, die letztenTage in Calla und im Garten wird noch einmal
geschnitten. Auch die blühenden Büsche zur Küste hin haben sehr gelitten und
Hans versucht, zu retten, was zu retten ist. Nebenan schneidet auch der
Nachbar, der seit 2 Tagen da ist.Wir
denken, wir werden sie nicht treffen, denn unser Zeitplan ist voll. Aber dann stehen sie eines Tages einfach mal so an unserer Haustür, weil sie uns vor unserer Rückreise unbedingt noch einmal treffen wollten, um die Neuigkeiten seit dem Sommer auszutauschen. Herrlich unkompliziert und nach 1 Stunde verabschiedeten wir uns bis zum nächsten Jahr.
Vorgestern
endlich haben wir es geschafft, von Dogs Bay über die Wiese zum Strand von
Gurteen Bay zu laufen.Es war windig
aber der Sturm hat sich gelegt. Auch hier sind die Spuren von ¨ Ali ¨ deutlich
zu sehen. Das Meer raubt sich immer mehr an Küste und der Sand liegt fast wie
ein erweiterter Strand auf dem Grün. Man kann richtig zusehen, wie die
Grünflächen mehr und mehr versanden, und damit die Weiden für die Kühe, die hier
große Flächen haben, immer schmaler werden.
Es
ist ein schöner Spaziergang und auch, wenn wir ihn so oft gegangen sind, gibt
er doch immer neue Eindrücke preis, anderes Licht, nie geht man ihn genau so
wie bei den anderen Malen, denn es gibt keine Wege... Man geht nur auf dem
weichen, grünen Teppich.An Barfußgehen,
was wir hier am liebsten machen, ist nicht mehr zu denken. Es ist sehr kühl
geworden und vor allem die Nächte werden richtig kalt.
Unser
Plan, Orla endlich einen Besuch abzustatten und in ihrem ¨bog bean¨ Café einzukehren, scheitert an ihren (sicherlich mehr als verdienten) Ferien.
Schade. Wir haben sie nur ein Mal in Clifden getroffen.
Dafür
begegnen wir Ulrike, unserer Nachbarin vom ¨Lake View Cottage¨, in dem wir 2009
wohnten.Sie
hatte uns -zusammen mit ihrer Tochter- hier besucht und wir konnten an diesem
Sonnentag im ¨Swimming Pool¨ sitzen und zusammen über diese so wunderbaren
Ausblicke schwelgen.
Auch
Ulrike gehört ja zu den ¨Pionieren¨, denn ihr Cottage wurde auch Ende der
70iger Jahre gekauft. Ein hübsches Cottage, direkt am See gelegen. Wir
unterhielten uns über die gemeinsamen Nachbarn, über unsere Erfahrungen, denn
noch nie waren wir uns hier begegnet!
Nun
saß sie dort in ¨ O'Dowds Café¨ und freute sich sichtlich, uns zu treffen.Natürlich ist das ARTS FESTIVAL ein großes
Thema in diesen Tagen und unser gemeinsames Erstaunen, was diese kleine Stadt
alles auf die Beine stellt. Jeder findet hier etwas für seinen Geschmack - und
es ist wirklich eine unglaubliche Leistung, die Clifden vollbringt. 200 (!!)
Veranstaltungen in 10 Tagen! Lesungen, Theater, Konzerte, Ausstellungen,
Workshops - unglaublich!
Natürlich
bleibt das Unglück von Cluddaghduff auch Thema und je mehr man über diese Frau
erfährt, desto tragischer wird das Ganze.
Meine
Cousine aus Kanada, die wir in 3 Wochen besuchen werden, schreibt mir, dass sie
über das Geschehen in den Nachrichten erfahren hat. Was für eine unglaublich
traurige ¨Berühmtheit¨ hat diese Frau erlangt.
Wir
verabschieden uns bald, denn abends steht ein weiteres highlight an, die große
Lichtperformance am Hafen von Clifden.
Ich
komme kaum zum Lesen in diesen Wochen und spüre auch daran, wie viel wir doch
unterwegs sind - vielleicht spüre ich auch mein Alter, denn mich erschöpfen die
Erlebnisse schnell und ich brauche Pausen!
THE JOURNEY OF THE
CRYSTAL SHIP September 20
The Journey of the Crystal Ship into
another world is a reference to a story from The Book of the Dun Cow, in which
the hero, Connla the Beautiful, is wooed by a fairy princess who carries him
away to the otherworld in a crystal boat. Having spent the winter making illuminated work
on Arctic foreshores, LUXe return to Clifden Beach with a celebratory landscape
spectacle.
In the half light as the tide turns and the moon
is risen, the Crystal Ship hoists her sails and casts off for a mystical dream
journey on a sea of stars. The twilight door, held open with fire and
illumination, into worlds of possibility beyond the blue.
Natürlich
haben wir noch viel mehr erlebt, Sonne und lange Spaziergänge am Strand,
Clifden, herausgeputzt und voller Menschen in Erwartung des Festivals; ruhige
Abende zu Hause am Kamin mit Gesprächen und viel Musik!
Aber hier
enden meine Aufzeichnungen aus Calla - und ich möchte es bei diesen Eindrücken
belassen. Aus der Erinnerung zu schreiben ist anders - zumal sich Berlin
und die nun kommende Reise nach Kanada auch längst über die Bilder legen.
Das
Fazit: Wir kamen beglückt und reich beschenkt zurück: Nein, wir
sind keine "Touristen" mehr im üblichen Sinn - wir werden aber auch
keine "residents" werden.
Der
Zauber, den Connemara für uns bereithält kann und soll begrenzt sein; ein
Alltag würde diesen Reiz und Zauber sicherlich bald nehmen.
Irland
ist kein "Paradies" - das wissen wir - und dennoch erleben wir dort
alles in einer so große Intensität - eben weil es rar und damit wertvoll ist -
und das bleibt!
Die
Zeit tritt mir inzwischen auf die Füße und drängelt, festzuhalten, was
unbedingt festhaltenswert ist.
Da
fällt mir - ohne nachzudenken - das Konzert von Martin Hayes und Dennis
Cahill ein.
Auch,
wenn wir uns viel von diesem Abend versprochen hatten, so wußten wir doch nicht,
was uns erwartet:ein Konzert der
Superlative - vielleicht eines der schönsten Konzerte, die wir je gesehen
/gehört haben. Wir kennen beide Musiker von ¨The Gloaming¨ und Dennis Cahill
hatten wir im Juni in Doolin zusammen mit Iara Ò Lionàird gesehen. Diesmal also
zusammen mit einem Irlands oder weltbesten ¨fiddle Spieler¨ - und wir waren
aufgeregt und gespannt.Das Konzert
ebenfalls ausgebucht und - wie schön:Iris war da und hatte uns Plätze belegt!Schön, sie zu sehen und eine Weile mit ihr zu haben, denn die Konzerte
fangen grundsätzlich nicht pünktlich an. Sie war guter Dinge, fröhlich und wir
haben viel gelacht.Ihre blauen Augen
blitzen richtig vor Schalk, wenn sie etwas Lustiges erzählt. Es ist schön, mit
ihr diesen Abend zu erleben.
Für
Kenner ¨traditioneller Irischer Musik¨ sind beide Musiker sicherlich längst ein
Begriff, im restlichen Europa ist diese Musik nicht verbreitet - und so wundert
es nicht, dass Hayes hauptsächlich auch in den USA lebt und Konzerte gibt -
dort besteht die größte irische community überhaupt!
Die ¨ Irish Times¨ schreibt über Hayes:¨ In years to come, we'll surely talk
of having seen this man in the way others talk of Miles Davis or Jimmi
Hendrix¨...
Und
an diesen Satz denke ich heute, denn ich habe - zumindest Jimmi Hendrix -
gesehen und erinnere mich gut meiner Begeisterung.Aber was in diesem Konzert mit mir geschieht,
kann ich nur schwer beschreiben..Wenn
man sich einmal auf das Spiel von Hayes - und wichtig ist auch das
Zusammenspiel mit Cahill - eingelassen hat, dann beginn ein Zustand der an
Trance erinnert... Ich sah - aus den Augenwinkeln - zu Iris und auch zu Hans
- und beide saßen mit geschlossenen Augen und einem völlig entspannten Gesicht
neben mir... Es war so still im Saal wie bei Lisa Hannigan - vielleicht noch
stiller und es lag eine Art Spannung im Raum, die sich entlud, sobald die
Fiddle schwieg... Es waren Ausbrüche von Begeisterung!Und dann kam das nächste Set von 2 oder 3
Stücken und alles in mir begann zu tanzen... Mein ganzer Körper tanzte, obwohl
ich mich nur leicht in der Musik wiegte!Das hatte ich noch nie zuvor erlebt... Und ich hoffte, der Abend würde
nicht enden!
Eines
meiner tiefsten Gefühle war:¨Genau
deshalb bin ich hier¨- um so etwas zu
erleben, um mich dieser Musik hinzugeben!Das ist ein so wichtiger Teil Irlands und ich wünschte, die Sprache
könnte mich genau so mitreissen.
Niemand
kommt an Seamus Heany vorbei.. In den Reden zur Eröffnung nannte jeder der
Redner seinen Namen.Er ist einer der
größten Schriftsteller, Lyriker und Literaturwissenschaftler nach William
Butler Yeats und wird wie dieser verehrt! Ich lese immer wieder in seinen
Gedichten und versuche, zu verstehen.... Die deutchen Übersetzungen wirken
hölzern und ich denke, man muß ihn auf Englisch lesen... Aber das kann ich
nicht und das bedauere ich tief...
Aber
zurück zu Martin Hayes, der sich völlig verausgabt hat für uns. Er spielt die
Fiddle mit dem ganzen Körper, wiegt sich, stampft selbst den Rhythmus und wird
ständig von Dennis Cahill ¨ face to face¨ auf eine so wunderbar zurückgenommene
und doch so wichtige Weise mit der Gitarre begleitet und unterstützt!Einfach wundervoll - und der Beifall will
nicht enden, als auch die Zugabe gespielt ist!Was für ein Abend - einer für die Ewigkeit!!
Es
regnet nun in diesen Tagen fast ständig und das Festival - und vor allem auch
die Bars, Restaurants und Pubs werden von diesem Wetter profitieren.
Wir
schauen uns die ersten Ausstellungen an.Vor allem Brian Maguire, der uns immer wieder empfohlen worden ist und
im Clifden Court Haus /Gericht, ausgestellt, ist - wie der Titel schon
angekündigt hat - sehr interessant: War Changes It's Address:The Aleppo Paintings
Schon
das Gebäude ist sehr interessant und so gar nichtein Gericht in unserem Geist: ein fast verspieltes
Haus, kleine Gänge, Treppchen, pastellfarbene Wände im Eingang und dann öffnet
sich der Gerichtssaal der ebenfalls diese ¨Würde¨, die bei uns so wichtig ist,
nicht wirklich ausstrahlt.Hier könnten
auch Konzerte stattfinden - oder Lesungen.. Sehr wohltuend.
An
den Wänden überdimensioniert seine Bilder in grau-schwarz - fast wie Negative
eines Fotos..sehr beeindruckend.
Zerstörte Häuser, eine ganze Straßenfront und die leeren Fenster schauen einen
schmerzlich an...Wo ward ihr?Was habt ihr für uns getan? Warum hat es
niemand verhindert?
Es
erinnert uns an die vielen, vielen Bilder, die wir im Laufe der Jahre, die wir
Zoubi begleiten, mit ihm und auch ohne ihn, betrachtet haben. Es erinnert an
das zerstörte Haus seiner Eltern in Daraa... Es macht traurig - und es macht
wütend!
Maguire war in Aleppo - eingeladen als Künstler - und er sagte später, dass er sich
fast geschämt hat, dieser Einladung zu folgen - und sich durch die zerstörten
Städte führen zu lassen - und doch war es eine so wichtige Erfahrung.Er hat fotografiert und dann diese übergroßen
Bilder geschaffen!
Wir
sind die einzigen Besucher in diesem Zeitraum und eine, an einem kleinen Tisch
sitende, die Ausstellung ¨überwachende¨ - Frau spricht uns an und wir erzählen
von unserem besonderen Interesse - in Bezug auf die Begleitung eines syrischen
Flüchtlings. Sie ist berührt und bedankt sich für diese so wichtige Aufgabe.
Sie
fragt, ob wir in Urlaub sind - und - wie immer - zögern wir ein wenig, denn so
richtig kommen wir uns einfach nicht / mehr/ wie Urlauber vor, sondern mehr und
mehr wie Menschen, die hier (auch) leben und mehr und mehr in dieses Land
eintauchen.
Als
wir das ¨Calla School House¨ erwähnen lacht sie auf und sagt:¨ I know you¨ - und nun lachen wir, die wir
sie noch nie gesehen haben. ¨ I am a friend of Iris + Michael¨
and they were talking about the wonderful job you have done to this house¨... Und da schließt er sich wieder einmal,
der Kreis!Und durch diesen - sich immer
wieder schließenden Kreis an Menschen - entsteht zunehmend das Gefühl, kleine
Wurzeln geschlagen zu haben!Ein gutes
Gefühl!
Gegenüber ist eine übersichtliche Fotoausstellung "Faces, Places & Traces", hauptsächlich über die Insel Inisturk, deren Besuch wir uns auf unseren Plan schreiben...Das obige Foto ist von der Initiatorin Laurence Hofman, die uns durch die Ausstellung führt.
Ein
angekündigter Sturm von Dienstag auf Mittwoch macht uns zwar etwas Sorge, aber
da unsere Wetterankündigungen meist nicht wirklich stimmten, hoffen wir noch,
dass dieser Sturm ¨Helene¨ nicht allzu schlimm werden würde... Wie kann man
sich täuschen, denn zu ¨Helene¨, die schon heftig blies und uns froh sein lies,
im Warmen zu sitzen und hoffen, dass der Strom nicht ausfallen möge, gesellte
sich in der Nacht ¨ Ali¨und ¨ Ali¨ war
einfach nur schrecklich und wirklich beängstigend... Die Palme schien fast
unter seiner Wucht zu brechen und die Gartenmöbel flogen uns sozusagen ¨ um die
Ohren¨.Selbst die schwere
Picknick-Bank/Tisch machte einen riesigen Salto und lag einige Meter entfernt auf
dem Kopf!Kein Gedanke daran, das Haus
verlassen zu können - und so hofften wir nur, Schlaf zu finden und nicht daran
zu denken, was draußen alles vor sich ging...
Keine
wesentliche Veränderung am Morgen und der Blick in den Garten mehr als
ernüchternd. Alles Blühende wie ausgelöscht!Es ist das Salz, das den Blüten,den Blättern alle Feuchtigkeit entzieht
und sie in Minuten austrocknet.Wir
hatten dies im Juni mit den Margeriten bereits erlebt... Nun traf es die Rosen,
die Anemonen, die Hortensien... Aber eben auch die feinen Sträucher.... Ein
schrecklicher, trauriger Anblick..
Aber
noch viel trauriger die Nachricht, dass an einem Strand in Claddaghduff ein
Wohnwagen mit einer Frau über die Klippen gewehtund die Frau später tot am Strand gefunden
wurde!Das berührt und sehr. Es passt
nicht in das Bild dieser Tage!Vielleicht ist es aber auch das Wissen darum, dass auf dieser Insel
Menschen, die hier ihr Glück suchen oder - wie Florian - gefunden haben -
sterben!
Wir
sprechen über diese Unbekannte beim Frühstück.Wir überlegen, warum sie wohl alleine war, was besonders schmerzt.. Wir
haben jeder unsere inneren Bilder und gleichen sie ab. War sie glücklich? War
sie unglücklich?
Später,
als wir eine geplante kleine Tour nach Cleggan machen, kommen wir an diesem
Strand vorbei und stehen auf dieser Klippe, die auf einem privaten Campingplatz
ist, der leer und verwaist liegt. Sie muss die Einzige hier gewesen sein!Ihr Farrad liegt noch an dem Platz, an dem
der Wohnwagen stand - und die kleine Treppe zum Einsteigen.Es bricht einem beinahe das Herz - und wir
stehen schweigend und schauen auf die Trümmer, die über den ganzen Strand
verteilt sind.
Der
Sturm hat sich gelegt, der Atlantik sich beruhigt, jedenfalls hier in dieser
schönen Bucht.Die Wellen schaukeln die
Überreste des Wagens,ein Reporter
interviewt jemanden vor dieser so friedlichen Kulisse.Sonst ist niemand da und erst als wir
zurückgehen, kommt uns ein Laster mit einem Bagger entgegen, der die Reste wohl
aus dem Wasser ziehen wird...
Wir
schweigen lange, schauen auf Omey Island, über das Grün und draußen im Atlantik
brechen sich riesige Wellen, wie Zeugen dieser fürchterlichen Nacht!
Diese
Gewalt, diese Macht der Natur läßt uns sehr demütig und klein erscheinen. Was sind
wir Menschen gegen sie - und wie sehr sind wir abhängig von ihr!
Die
Bilder dieses Morgens werden uns auch durch die nächsten Tage begleiten.
Heute
wissen wir, dass diese zunächst unbekannte Touristin, aus der Schweiz stammt und
dass sie tatsächlich alleine war. Und inzwischen wissen wir auch, dass dieses
Drama sich über die Welt verbreitet hat, denn selbst aus Kanada fragt meine
Cousine Barbara nach, da sie diese Bilder in den Nachrichten sah..
Ich
habe ELVIRA, wie sie hieß, bei Florian eine Kerze angezündet und heute auf
einem Spaziergang über Dogs Bay nach Gurteen habe ich ihr ein ¨Gebet¨
gesprochen.
Ich
hoffe so sehr, dass sie glückliche Tage an diesem wundervollen Ort erlebt hat!